Wenn junge Menschen und Kinder an Wissenschaft denken, so schweifen die meisten Gedanken in der Regel erst einmal in Richtung Flugzeuge, Computer, Technik und Wurmlöcher ab. In jüngeren Jahren wird bei dieser Frage, gestellt beispielsweise in Kindergärten, auch gerne mit der Tätigkeit des Archäologen geantwortet – dem Suchen von Dinosaurierknochen. Tatsächlich denken auch nur recht wenige Erwachsene von Anfang an daran, dass es auch ganz andere wissenschaftliche Felder neben der Archäologie und den Naturwissenschaften gibt. Hier tun sich besonders die Literatur- und Sprachwissenschaften hervor. Leider weiß nicht jeder, was es damit auf sich hat bzw. welche Aufgaben diese Wissenschaften umfassen. Genau aus diesem Grund möchten wir dieses mal über einige Ausschnitte und Aufgabenfelder von Sprachwissenschaftlern berichten.
Ein Aufgabenfeld ist zum einen die Erforschung von Sprachen und Grammatik, die bisher noch kaum bekannt sind – schließlich musste erst einmal jemand die Bedeutung der Hieroglyphen entschlüsseln, bis diese von Archäologen verstanden werden können. Während die ägyptischen Hieroglyphen zwar auch heute noch nicht vollständig erforscht, aber zu großen Teilen bekannt und interpretiert werden können, ist dies gerade bei Sprachen und Dialekten von Ureinwohnern nicht immer der Fall. Sind diese noch nicht stark von der Globalisierung betroffen, ist eine Erforschung der Linguistik hier umso interessanter.
Aber auch in heimischen Gefilden hat die Sprachwissenschaft einiges zu tun – etwa wenn es darum geht, Dialekte am Leben zu erhalten bzw. diese zu erforschen. So gibt es mittlerweile ganze Dialektlandkarten und -aufzeichnungen, auf denen verschiedene Dialekte miteinander verglichen werden und dann kartographiert wurden. Diese wurden dann zuvor noch in Kategorien aufgeteilt – so lässt sich zum Teil auch die Entwicklung von Sprachen nachvollziehen.